Stellungnahme der Landesverbandsleitung Nordwestdeutschland

Ein evangelisch-freikirchlicher Pastor aus Nordwestdeutschland wurde aufgrund des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Inhalten zu einer Geldstrafe verurteilt. Als Leitung des Landesverbandes Nordwestdeutschland haben wir diesen Fall mit Entsetzen zur Kenntnis genommen. Genau wie die dienstgebende Gemeinde des Pastors distanzieren wir uns ausdrücklich von dem Handeln des Pastors (Link zur Stellungnahme der EFG Firrel). Wir  unterstützen die sofortige Freistellung des Pastors, die in Abstimmung mit der Bundesgeschäftsführung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) erfolgt ist. Da Kinder- und Jugendpornografie bei den zu solchen Zwecken missbrauchten Heranwachsenden und den betroffenen Familien unermessliches Leid verursacht, begrüßen wir die konsequente Ermittlungsarbeit der Strafverfolgungsbehörden, die Kindeswohlgefährdung, Gewalt und Missbrauch aufdecken und zur Anzeige bringen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Dies ist aber nötig, um dienstrechtliche Konsequenzen zu beraten. An dieser Stelle wird die Bundesgeschäftsführung aktiv. In einer „Zusatzvereinbarung zum Umgang mit Schutzbefohlenen für Ordinierte Mitarbeiter“ wird der Umgang mit „Personen, die rechtskräftig wegen einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung verurteilt worden sind (vgl. StGB Abschnitt 13)“, geregelt. Das Gemeindejugendwerk des BEFG macht sich auf Landes– wie auch auf Bundesebene seit langem stark für Kinder und Jugendliche. Die Kinder- und Jugendschutzkampagne "Sichere Gemeinde" (Link) setzt sich dafür ein, dass im kirchlichen Raum Themen wie Kindeswohlgefährdung, Gewalt und Missbrauch offen angesprochen, Kinder und Jugendliche gestärkt, und Mitarbeitende sensibilisiert werden.